Nach dem endgültigen Verbot der Neonazi-Demonstration in Hannover am Freitag, 1. Mai 2009, durch das Bundesverfassungsgericht, das eine Beschwerde der Organisatoren des Aufmarsches abgelehnt hat, ist offenbar Nordnierdersachsen als Ort für eine Ersatzveranstaltung auserkoren worden. Eine weitere vermutliche Neonazi-Kundgebung in Minden bestätigte die Polizei gegenüber indi-rex nicht. Lediglich eine Gewerkschaftskundgebung sei angemeldet, heißt es.
Nach dem endgültigen Verbot für Hannover mobilisieren Neonazis zu anderen rechten Demos. Vor allem ein Aufmarsch im nordrhein-westfälischen Siegen und einer Demo parteiungebundener Rechtsradikaler in Mainz. In Dresden und Berlin werden NPD-Kundgebungen und -Demonstrationen offenbar kaum “Freie Kräfte” mobilisieren können. Ein Aufmarsch der NPD-Jugendorganisation “Junge Nationaldemokraten” in Ulm und eine Protestaktion im nahegelegenen Neu-Ulm von “Freien Kräften” bilden mit der Demonstration im oberpfälzischen Weiden die Schwerpunkte der Rechtsradikalen in Süddeutschland.
Im Norden wird es offenbar zu spontanen Aktionen von Neonazis kommen. Das kündigten die Veranstalter der verbotenen Demo in Hannover auf ihrer Internetseite an. In Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern wollte eigentlich die NPD aufmarschieren. Diese sagte die Veranstaltung jedoch jetzt ab.
Vor allem aus dem Spektrum der sogenannten “Autonomen Nationalismus” wird mit einer Welle der Gewalt gerechnet. Unter anderem deswegen wurde die Demo in Hannover verboten.
