Rund 3000 Menschen sind am Sonnabend, 10. Januar 2009, in Hannover auf die Straße gegangen, um gegen Israel zu demonstrieren. Bei der Abschlusskundgebung verbrannten wütende Islamisten eine Israel-Fahne während Jubel unter den Teilnehmern der Demo ausbrach. Auch antisemitische Parolen skandierten die Hamas-Freunde.
Der Protestmarsch startete am Opernplatz und zog durch die Innenstadt zum Steintor, wo auf einer Bühne einige Redner sprachen. Die Protestler forderten lautstark “Tod, Tod, Israel” und “Juden raus!”. Auch Sprechchöre mit “Frauenmörder Israel” und “Intifada bis zum Sieg” waren zu hören. Zudem riefen einige Antisemiten “Scheiß Judenschweine!”.
Die in orangen Warnwesten auftretenden Ordner agierten auffallend aggressiv und griffen Teilnehmer – auch Kinder -, die leicht vom Weg abgekommen waren, tätlich an. Bereits am Opernplatz forderte ein Mann mit Megafon zum Djihad, also dem Heiligen Krieg, auf.
Bei der Abschlusskundgebung mussten sich die Redner sichtlich bemühen, Israels Vorgehen in Gaza nicht mit der Shoa zu vergleichen. Bei den Transparenten wurde hingegen keinen Wert darauf gelegt. Auf einem geschichtsrevisionistischen Spruchband war “Stoppt den Holocaust in Gaza” zu lesen.
Im Gegensatz zur jüngsten antizionistischen Demo in Hannover wurden Friedens-Fahnen dieses Mal geduldet. Einige “Friedens”-Freunde marschierten in dem Block der “Linken” mit, die auch mit Fahnen präsent war. Im selben Abschnitt der Demo fanden sich auch Flaggen der antisemitischen Terrororganisation Hamas. Während des Protestzuges und vor allem am Opernplatz waren einige Hisbollah-Banner und -Fahnen zu sehen. Ein junger Moslem trug ein Hisbollah-Stirnband, wie es die Käpfer in Südlibanon tragen.
Am Steintor brach Jubel aus als eine Israel-Flagge in Flammen aufging. Islamisten hatten diese in Nähe der Bühne angezündet, die Menge applaudierte. Die Polizei sah weder dies noch die zahlreiche Vermummung als Anlass, einzuschreiten. Inzwischen ist auf der Video-Plattform “YouTube” ein Video aufgetaucht (siehe Bild), das das Entzünden der israelischen Nationalfahne durch junge Moslems zeigt, dazu “Allah akbar”-Rufe.
Auch das Zeigen des Hitlergrußes durch eine Person mit Palituch über dem Kopf entging den Sicherheitskräften offenbar. Der “Deutsche Gruß” wird heute von der Hisbollah verwendet.
Es wurden zahlreiche Deutschland-Fahnen mitgeführt. Im Umfeld der Demonstration wurden einige deutsche Neonazis beobachtet, die größtenteils dem Spektrum der “Autonomen Nationalisten” zugerechnet werden können. Laut Polizei sei die Demonstration friedlich verlaufen, hieß es in Medienberichten.



