Eine Gruppe von sogenannten “Autonomen Nationalisten” hat in Wunstorf (Region Hannover) am Sonnabend, 16. Mai 2009, ein Schützenfest gestört, ein Mitglied des Stadtrates gehetzt und für die Schließung eines Kommunikationszentrums protestiert.
Der Wunstorfer Ratsherr Stefan Sauer (Grüne) wurde von der Gruppe Neonazis gejagt und musste in den Schützenumzug fliehen, wie er mitteilt. Die Polizei soll anschließend die Personalien von einigen Rechtsradikalen überprüft haben. Festnahmen soll es nicht gegeben haben.
Ein grünes Transparent, das die schwarz gekleideten Neonazis während des Schützenumzuges zeigten, wurde offenbar ebenfalls nicht sichergestellt. Auf dem Spruchband soll laut Augenzeugen “Wohnwelt schließen” gestanden haben. Bei der “Wohnwelt” handelt es sich um ein Jugend- und Kommunikationszentrum in Wunstorf. Dieses gerät bereits seit einiger Zeit immer wieder ins Fadenkreuz der Rechten.
Die Neonazis, unter denen auch der Anführer der Wunstorfer “Autonomen Nationalisten” war, sollen als vermummter Mob das Schützenfest regelrecht “überfallen” haben, berichten Zeugen. Neben den den Rechtsradikalen aus der Stadt waren nach indi-rex-Informationen auch Gewalttäter aus dem Nachbarort Seelze (Region Hannover) an der Aktion beteiligt.




